Hals, Nasen, Ohren (HNO)

Dr. Clemens Miebach

Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten

Unser Engagement gilt Ihnen! Deshalb möchten wir uns in der PrimaMed-Praxis Zeit nehmen, um Ihnen mit Hilfe moderner HNO-Technik eine individuelle Diagnostik und ausgewogene Therapie bieten zu können. Dabei stehen sowohl die eingehende Patientenbefragung als auch die gewissenhafte, präzise Analyse Ihrer Beschwerden im Vordergrund unserer Bemühungen.
Durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung sind wir bestrebt, den umfassenden Ansprüchen der modernen Medizin und deren Komplementärfeldern auf hohem Niveau gerecht zu werden.

Patientinnen und Patienten aller Altersklassen sind uns herzlich willkommen, besonders auch Kinder. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht für uns immer die differenzierte, auf das individuelle Beschwerdebild des Patienten abgestimmte Behandlung - keine Fertigrezepte!

Wir möchten, dass es Ihnen bald besser geht!

Leistungsspektrum

Ton- und Sprachaudiometrie

Die Bestimmung der „Hörschwelle“ für reine Töne (sog. Sinustöne) ist die Grundlage einer jeden Hörprüfung bei Schulkindern und Erwachsenen. Sie gibt den Hörverlust in Dezibel (dB) in Abhängigkeit der Tonhöhe (Frequenz) an und erlaubt eine Einschätzung der prozentualen Hörminderung. Möglicherweise ergeben sich dabei bereits erste Hinweise auf die Ursache einer Schwerhörigkeit und deren Therapiemöglichkeiten. Eine ergänzende Untersuchung durch Sprachaudiometrie (d.h. Ermittlung des prozentualen Anteils der richtig erkannten Zahl- oder Prüfwörter) wird meist für gutachterliche Zwecke vorgenommen und gibt Auskunft über die zentrale Integrationsfähigkeit des Hörsinns.

Otoakustische Emissionen (OAE)

Als otoakustische Emissionen bezeichnet man extrem schwache Schallaussendungen aus der Hörschnecke (Cochlea). Das bedeutet, dass unser Hörorgan im Rahmen der Schallwahrnehmung nicht passiv, also ähnlich einem Mikrofon, reagiert, sondern eigenständig, wie ein Verstärker, Schwingungen produziert. Aufzeichnungen dieser Schwingungsemissionen im äußeren Gehörgang, gelten als Funktionsprüfung der intakten Hörschneckenfunktion. Eine OAE-Prüfung zählt zu den objektiven Hörprüfverfahren und spielt eine wichtige Rolle bei der Ermittlung der Schwerhörigkeitsursache im Ohr (Topodiagnostik) Sie ist ideal zur Hörprüfung bei Kindern (Screening) geeignet. Weitere Einsatzgebiete sind die Tinnitusdiagnostik sowie das Gutachterwesen.. Die gebräuchlichsten Verfahren zur Emissionsmessung (TEOAE und DPOAE) sind beide in unserer Praxis durchführbar.

Tympanometrie

In der Tympanometrieprüfung wird mit Hilfe einer Gehörgangssonde eine indirekte Bestimmung des Paukenhöhlendrucks vorgenommen, also desjenigen Drucks, der hinter dem Trommelfell herrscht. Hierbei lassen sich Befunde wie Paukenerguss (häufig bei Kindern), Tubenbelüftungsstörung, Versteifung des Trommelfells, Perforation (Riss oder Loch) oder auch verbliebene Gehörgangsfremdkörper abgrenzen. Diese Untersuchung spielt eine große Rolle bei der Tauch- und Flugtauglichkeitsuntersuchung. Bei der ergänzenden Stapediusreflexmessung, wird ein Schutzreflex des Mittelohres überprüft, der bei bestimmten Mittelohrerkrankungen, einigen Schwerhörigkeitsformen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, sowie der Gesichtsnervenlähmung gestört sein kann.

B-Mode-Sonographie

Im Gegensatz zum A-Mode-Verfahren, welches lediglich über eine einfache Grafiklinie verfügt, erfolgt im B-Mode die Darstellung der untersuchten Strukturen als zweidimensionales Schnittbild, jeweils senkrecht zum Ultraschallkopf. Diese Technik ist auch in der Inneren Medizin sowie der Gynäkologie weit verbreitet. Im HNO-Bereich liefert dieses Verfahren wertvolle Hinweise bei Erkrankung der Nasennebenhöhlen, des Schilddrüsenbereichs, des seitlichen Halses sowie der Speicheldrüsen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und führt zu keinerlei Strahlenbelastung.

Flexible Nasen-/Rachen-/Kehlkopf-Endoskopie

Im klassischen Untersuchungsverfahren werden abgewinkelte, vorgewärmte Spiegel eingesetzt, die im Rachen entweder nach oben (Nasenrachen) oder unten (Kehlkopf) ausgerichtet werden. Alternativ kommen starre Winkelendoskope zum Einsatz. Bei der dabei notwendigen Manipulation im Rachen kommt es nicht selten zu einem Fremdkörpergefühl, bis hin zum Würgereiz. Durch vorangegangene Erfahrungen bei früheren Untersuchungen kann diese Tendenz deutlich verstärkt sein. In der flexiblen Endoskopie werden die empfindlichen Regionen bewusst umgangen, indem über den unteren Nasengang ein dünnes, im vorderen Anteil steuerbares Endoskop vorgebracht wird. Die Nasenhaupthöhle wird vor der Untersuchung durch ein leichtes Sprüh-Anaesthetikum gegen Berührung unempfindlich gemacht. Somit lässt sich entspannt und ohne Schmerzen eine Endoskopie der Nasengänge, des Nasenrachens, des Zungengrundes und Kehlkopfs durchführen. Diese Untersuchungstechnik ist zentraler Bestandteil der Tumorvor- und Nachsorge, zum Beispiel nach vorangegangener Operation.

Allergiediagnostik und -therapie

Im Vordergrund der HNO-Allergiediagnostik stehen die sogenannten inhalativen Allergene, also die Stoffe, die bei Kontakt mit den Atemwegen allergische Reaktionen auslösen können. Zu Beginn dabei die Spiegeluntersuchung, ggf mit Endoskopie der Nasenhaupthöhle. Das Vorliegen einer Polypenbildung in der Nase (Polyposis nasi – nicht zu verwechseln mit der volkstümlichen Bezeichnung „Polypen“ bei Kindern) hat wesentlichen Einfluss auf die weitere Behandlungsstrategie. Ergibt sich der Verdacht auf eine Allergie, wird mit dem Allergie-Prick-Test (= Einbringen einer winzigen Menge von Allergenextrakt in die Haut) eine breite Palette von saisonalen und ganzjährigen (= perrenialen) Allergenen getestet. Positive Ergebnisse werden anschließend in der Rhinomanometrie-Messung nachgetestet (siehe dort). In der allergologischen Therapie kann grob zwischen der symptomatischen und der kausalen Therapie unterschieden werden. Eine symptomatische Therapie wird bei vielen saisonal disponierten Patienten (Pollenallergikern) notwendig, um die zeitweise bestehenden Symptome während der Pollensaison zu lindern. Diese kann in der Gabe von Antiallergika, der lokalen oder systemischen Gabe von Corticoiden, der Meidung bestimmter Nahrungsmittel oder auch adjuvanten Maßnahmen (z.B. Nasenspülungen oder Akupunktur-Sitzungen) bestehen. Wird der Beschwerdedruck durch die saisonalen oder ganzjährigen Beschwerden zu stark oder kündigt sich eine Beteiligung der tiefen Atemwege an (allergisches Asthma), so ist die Indikation zur spezifischen Desensibilisierungsbehandlung gegeben. Hierbei werden kleine Mengen des entsprechenden Allergens dem Körper in Form von Subkutanspritzen oder Tropfen verabreicht, wobei die Menge von Gabe zu Gabe bis zu einer Erhaltungsdosis leicht gesteigert wird. Diese Therapie bewirkt ein Umschalten des immunologischen Systems, weg von der Bildung allergieauslösender Antikörper, hin zu neutralen, nicht allergisierend wirkenden Antikörpern. Nach einer Aufdosierungszeit, ist eine Verlängerung der Injektionsintervalle möglich (d.h. etwa eine Injektion pro Monat) Für Kinder stehen Zubereitungen in Tropfenform (zur Applikation unter die Zunge) zur Verfügung. Sobald Subkutanspritzen toleriert werden, ist diesen aufgrund der effektiveren Wirkung der Vorzug zu geben.